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Rezensionsexemplar
Perfaectas Prophezeiung

Im Zeichen des Feuers

Veröffentlicht am 20/07/2023

“Im Zeichen des Feuers” ist ein Roman mit großen Gefühlen und dunklen Alpträumen.

Mit dem malerischen Wien als Hintergrund müssen Amanda und ihre Freunde nicht nur mit Dämonen und Prophezeiungen klar kommen, sondern auch mit ihren eigenen zwischenmenschlichen Problemen.

 

Im Zeichen des Feuers

Buchinformationen

AuthorNikki Celen
Bandnummer1
VerlagSelfpublishing
Erscheinungstermin2021-02-28
ISBNB08X7FMHP6
Erschienen alsE-Book
Gelesen alsE-Book
Bewertung

Klappentext

Seltsame Spuren im Schnee
Schemenhafte Silhouetten
im Schein der Straßenlaternen
Sprechende Spiegel

Was die sechzehnjährige Amanda für Sinnestäuschungen hält, sind Vorboten eines Schicksals, von dem sie für gewöhnlich nur in alten Schmökern liest. Aki, der es versteht, mit einem Lächeln Amandas Herz Achterbahn fahren zu lassen, heizt ihrer Fantasie zusätzlich ein. Wären da nicht ihre kontrollsüchtige Mutter und ihre beste Freundin Emilie, die versuchen, Amanda von Aki fernzuhalten. Als Monster Wiens Straßen unsicher machen, Schulbücher in Flammen aufgehen und ein leibhaftiger Engel auftaucht, steht eines fest: Für Streitereien ist keine Zeit. Denn es tobt ein Krieg, der diese und jede andere Welt zu zerstören droht. Zwischen den Fronten steht Amanda, in der eine Macht schlummert, die entweder Frieden oder den endgültigen Untergang aller Welten bedeutet.

Im Zeichen des Feuers ist der erste Band der Urban-Fantasy-Serie, in der Welten brennen
Bittersüße himmlisch-dämonische Elementasy aus Österreich

Meine Eindrücke

Vorab: Ich bin nicht die Zielgruppe dieses Buchs, habe es aber trotzdem gelesen, weil ich Idee und Setting sehr spannend fand. Wie es eben so ist, wenn man nicht zur Zielgruppe gehört, hatte das Buch für mich nicht ganz funktioniert, ich versuche diese Rezension deswegen so objektiv wie möglich zu halten, denn ich glaube schon, für Leser*innen, die gerne Romantasy lesen, ist das ein tolles Buch.

 

Die Charaktere

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Hauptakteure alle sehr schön charakterisiert. Jeder hat ein Alleinstellungsmerkmal, seine eigene Art und Prioritäten. Ihre Meinungen überschneiden sich teilweise, teilweise aber auch nicht. Das führt dazu, dass sich schöne Diskussionen und Dynamiken ergeben, die Jugendlichen sich “aufspalten” aber das nie dazu führt, dass sie einen Kleinkrieg anfangen. Allgemein sind ihre Gespräche und Diskussionen sehr angenehm gestaltet. Es wird nicht unbedingt herum geschrien, anderen der Mund verboten o.Ä., so wie man es teilweise in seinem eigenen Umfeld kennt.

Aber natürlich, wenn man zwölf Hauptpersonen hat, dann funktioniert es auf knapp 400 Seiten nicht, allen gerecht zu werden. Es sind deutlich Abstufungen erkennbar, welche Personen für Amanda, auf der das Hauptaugenmerk liegt, wichtig sind und welche nicht. Deutlich wird das bei Aki, in den sie verliebt ist und über den man wahrscheinlich am meisten erfährt. Bei Nati und Emilie wird es dann schon wieder etwas schwieriger. Und das zieht sich eben so durch - bis zu Kosta, der bis zum Ende hin ziemlich untergeht.

 

Die Charaktere sind für mich alle einzigartig und schön gestaltet. Leider funktionieren sie für mich nicht ganz, weil ich meine Probleme mit Jugendlichen in dem Alter hab. Ist das Teeniedrama zu Anfang noch spaßig zu lesen, wird es mir mit der Zeit einfach zu “ernst” und damit entfernen sie sich von mir.

 

Die Handlung

Amanda und Aki passieren immer seltsamere Dinge: Spuren im Schnee, die nirgendwohin führen, besorgniserregende Erscheinungen im Spiegel und schließlich sogar auf der Straße. Und auf einmal sind Amanda und ihre Freunde mit den Elementen verbunden.

Die Handlung lebt sehr von den Charakteren und ihren Interaktionen miteinander, wie sie mit den gestellten Problemen umgehen. Es wird der Fokus nicht auf die Aktion gesetzt, sondern auf die Reaktion. Was macht es mit einem, wenn das Übernatürliche auf einmal real ist? Was macht es mit einem, wenn man selbst oder nahestehende Personen Opfer von Angriffen werden?

 

Ich finde die Idee wirklich, wirklich gut. Ich möchte dieses Buch mögen, weil es so viele tolle Ideen beinhaltet und eine Erzählart hat, die einen sofort mitzieht. Durch die Vielfalt der Charaktere sieht man so gut wie unterschiedlich Menschen auf dieselbe Situation reagieren können. Es ist wirklich eine unglaublich tolle Idee und in der Umsetzung bis auf ein paar Kleinigkeiten wirklich toll.

Aber ich kann es nicht so mögen, wie ich es gerne würde.

Gerade weil das Buch seinen Fokus auf die Charaktere legt, ist es für mich umso schwerer, einen Zugang zu finden. Ich bin einfach nie mit den Figuren warm geworden und ihre Gefühle sind für mich so weit entfernt…

 

Fazit

Für wen ist dieses Buch? Für Leser, die gerne eine große Vielfalt an Charakteren haben, die eine Prise Fantasy in ihrer Lektüre schätzen und für Leser, die Tiefgang wollen. Sei es bei der Romanze oder bei der alltäglichen Gefühlswelt. Für Leser, die gerne über Jugendliche und ihr Weg zum Erwachsen werden lesen und die nicht alles schwarz-weiß sehen.