HOME > rezensionen > die galaxie und das licht darin
Wayfarer

Die Galaxie und das Licht darin

Veröffentlicht am 21/09/2023

Drei durchreisende Stranden auf einem Planeten und bieten den Betreibern des Five-Hop-On-Stops die Möglichkeit, aus ihrem Aufenthalt etwas zu machen, was sie niemals vergessen werden. Egal wie unterschiedlich die Spezien auch sind, egal welche Reibereien oder Meinungsverschiedenheiten existieren, sie sitzen alle im selben Boot und auf so engem Raum ist nichts wichtiger, als Respekt füreinander.

Die Galaxie und das Licht darin

Buchinformationen

AuthorBecky Chambers
Übersetzer:inKarin Will
Bandnummer4
VerlagFischer TOR
Erscheinungstermin2022-05-25
ISBN978-3596707010
Original TitelThe Galaxy, and the Ground Within
Erschienen alsE-Book, Taschenbuch, Hörbuch
Bewertung

Klappentext

Das „Five Hop One Stop“ ist ein kleines, unbedeutendes Motel am Rande einer viel befahrenen Sternenstraße. Wer hier übernachtet, der will eigentlich nur weiter. Trotzdem lassen Ouloo und Tupo nichts unversucht, um die besten Gastgeber der gesamten Galaxie zu sein. Doch als das Satellitensystem des Planeten zusammenbricht, und drei seltsame Reisende bei ihnen tagelang stranden, benötigen sie ihr gesamtes Geschick, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Und vielleicht sogar unvergesslich.

Die Handlung kurz erklärt

 

Stranden ein Quelin, eine Äluonerin und eine Akarak in einem “Motel” einer Laru.

Was ein bisschen klingt wie ein Witz, ist bitterer Ernst für die Figuren. Alle drei sind auf einem längeren Weg, mitten in einer für sie wichtigen Reise und gar nicht begeistert, als sie von dem Planeten, auf dem sie nur zwischenlanden wollten, nicht mehr wegkommen.

Die Geschäftsführerin, Ouloo, nimmt das als Anlass, ihre Gastgeberfähigkeiten unter Beweis zu stellen und den Aufenthalt unvergesslich zu machen. Dabei im Weg stehen ihr nur die Konflikte und Meinungsverschiedenheiten, die man so unter verschiedenen Spezies so findet.

 

Meine Eindrücke

 

Die Charaktere & Handlung

 

Wie immer bei Becky Chambers Wayfarer-Reihe, ist auch “Die Galaxie und das Licht darin” ein stark charakterzentriertes Werk. Diesmal bekommt das Buch jedoch einen besonderen Twist, denn wir haben keinen einzigen Menschen als Perspektiventräger aber dafür eine bunte Vielfalt an anderen Spezies, die während den anderen Bänden der Reihe viel zu kurz kamen.

 

Für Fans der Wayfarer-Crew ist auch wieder ein liebgewonnener Charakter dabei, der den Einstieg direkt erleichtert: Pei.

Gerade mit ihr war es einfach in dieses Buch zu finden. Wir kennen sie, wir wissen von ihrer Beziehung und Ashby und ich fand es schön, ihre Perspektive darauf zu lesen. Vor allem, weil sie sehr zerrissen ist in ihrem Doppelleben. Ihre Arbeit, die ihr so wichtig ist oder offen zu Ashby stehen? Sie kann nicht ohne beides, ist die Heimlichtuerei aber auch Leid.

 

Und während wir Peis innerem Konflikt folgen, lernen wir auch die neuen Figuren lieben. Der verbannte Quelin Roveg, der Reise Sims macht und sich sehr viele Gedanken über alles macht. Obwohl er sich mit seinem Leben im Exil arrangiert hat, kann er die Schatten seiner Vergangenheit nicht abschütteln.

 

Und dann wäre da Speaker. Eine Akarak, einer Spezies die keinen Heimatplaneten mehr hat und aufgrund ihrer Spezies etwas gehandicappt ist, wenn es um das Leben in der GU geht. Sie hat eine klare Position zu der Geschichte ihrer Spezies und ihr fällt es schwer, sich auf die anderen einzulassen. Nicht zuletzt, weil Akarak eher einen negativen Ruf haben. Aber sie ist Speaker und ihr Job ist es, für ihre Spezies zu kommunizieren.

 

Zuletzt hätten wir dann noch Ouloo und ihr Kind Tupo. Zwei Laru, die einen eher unüblichen Weg für ihre Spezies gehen, gerne Nachspeisen zubereiten und einfach nur eine schöne Zeit mit so vielen Spezies wie möglich haben wollen.

 

Wie immer ist es cozy, voller Gespräche und Einblicke in diese Zukunft. Voller Ängste und Konflikte und dann, als man sich gerade sicher fühlt, knallt es wie es für die Wayfarer-Bücher üblich.

 

Fazit

 

Ich wollte dieses Buch nicht lesen aber ich wollte es doch. Die Wayfarer-Reihe war für mich so eine Bereicherung und liebe die Welt, die kreative Vielfalt der Spezies und wie durchdacht und liebevoll gestaltet alles ist. So viele Details fließen in diese Bücher und ich konnte mir nicht vorstellen, denn letzten Band zu lesen und mich zu verabschieden.

Aber alles muss einmal enden und ich kann nur sagen: Das war ein gelungener Abschluss.

“Unter uns die Nacht” fand ich eher schwächer, aber “Die Galaxie und das Licht darin” holt nochmal alles wieder raus. Ich war mir unsicher, wie das wird, so ohne menschliche Perspektiven. Und ja, es war verdammt gut.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge muss ich mich von der Zukunft verabschieden, die Becky Chambers erschaffen hat. Und kann jedem wirklich nur ans Herz lesen, sich auf diese Bücher einzulassen.